Beckenrandgespräche - No. 2

Beckenrandgespräche - No. 2

Bist du schon immer Fotografin? 

Nope. Meine erste Kamera hatte ich 2011 in der Hand. Davor ganz viele andere Sachen. Teller, Zimmerkarten, Kullis, etc. 
Ursprünglich bin ich gelernte Hotelfachfrau. Geiler Job, scheiss Gehalt. Ein Jahr hab ich es danach noch in der Hotellerie ausgehalten und in einem Hotel in München gearbeitet. 
Danach wollte ich zum Einen nach Hause und zum Anderen weg aus dem Schichtdienst. 
Verschlagen hat es mich dann in ein Immobilienbüro. Der Empfang, die Schulungen der Mitarbeiter und die Messeplanung etc. waren dort meine Aufgaben. 
2012 kam dann der Wunsch auf vielleicht doch noch zu studieren. 
2013 im Sommersemester bin ich damit gestartet. Marketing an der Hochschule Ludwigshafen. 3,5 crazy Jahre und eigentlich genau die Jahre in denen ich gefühlt mehr fotografiert als studiert habe. 
2014 habe ich dann mein Kleingewerbe angemeldet und 2016 bin ich in die Selbstständigkeit gesprungen. Japs, gesprungen, weil ich irgendwie keinen Tag darüber nachgedacht habe. 
Bis jetzt nie so bereut, dass ich es ändern möchte. 
 

Selbstständigkeit. Ja oder nein? 

Ja, ja, ja und nein. Es ist so schwer das einfach so pauschal zu sagen. Wenn ich nachts arbeiten kann, weil ich gerade einen Flow habe und dafür morgens um 10 noch immer im Bett liegen kann, dann sag ich fett JA dazu. Wenn ich gerade nicht weiß, wo mir der Kopf steht, mich die Arbeit erdrückt, dann sage ich ein zögerliches NEIN. 
Wenn mir die Kollegen fehlen, wenn mir der Austausch fehlt, wenn ich gerade durchhänge, dann wird es auch ein deutlicheres NEIN. 
Erwische ich mich dann aber wieder, wie ich selbst spontan entscheiden kann, dass ne Freundin zu Besuch kommen kann oder ich einfach mal eben für 5 Tage wegfliegen kann ohne mich nach jemandem richten zu müssen, dann kommt wieder ein deutliches JA. 
Wenn es gut läuft und mein Konto das auch so sagt, dann kommt erneut ein JA. Ist gerade weniger los oder man hört ständig, dass man zu teuer ist, dann kommt ein bisschen zweifelhaftes NEIN. 
Also JEIN!!! ;-) Wobei für mich ganz klar das JA noch überwiegt und ich mich glaube nur ein bisschen mehr strukturieren muss. Denn Ordnung ist nicht mein Leben, aber für die Selbstständigkeit genau das, was einem viel bringt. 

Lifestyle- oder Hochzeitsfotografin?

Ganz klar BEIDES. Ich liebe es im Urlaub von den tollen Cafés Bilder zu machen, liebe es, wenn ich in Mannheim schöne Straßenzüge sehe Erinnerungen festzuhalten, ich liebe es, einen schön gedeckten Tisch zu fotografieren oder aber den Sonnenuntergang am Rhein. 
Wenn dann Samstags die Aufregung in der Luft liegt, wenn sich zwei Menschen die schönsten Worte sagen und ich dann auch mal wieder ein bisschen an diese große Liebe glaube, an dieses Ankommen bei jemand anderem, dann schlägt mein Herz ganz klar wieder für Hochzeiten.
Den besonderen Zauber dafür und überhaupt einfach auch das Drumrum. 
Es gibt echt so viele tolle Hochzeiten, die ich erleben darf, mehr dazu auf www.sarinakullmann.de.
Dennoch brauche ich immer wieder diese Nichthochzeitsmomente, diese Kaffees, diese Industrial Locations und diese Nicht-Liebesmomente. Es darf sich also gerne alles die Waage halten. 

Team Digitaler Kalender oder Papierkalender? 

Ahahaha, geile Frage. Digitaler Kalender mit größte Liebe für Papierkalender. Jedes Jahr überlege ich wieder ob ich mir einen Papierkalender kaufe. 
Bis ich wieder Termine verschieben muss und froh bin, dass ich das mit einem Klick machen kann und nicht schauen muss, dass mein Papierkalender auf dem neuesten Stand ist.
Ich glaube, daran würde ich nämlich scheitern. Dass der immer stimmt,... 
und hinzukommt, dass ich irgendwie alles immer voll schön eintragen will und durchgestrichene Sachen in Notizbüchern oder Kalendern so gar nicht mag. Ließe sich dann nicht vermeiden. 
Muss also der digitale erstmal bleiben. Praktischer ist es aber eben auch einfach für meinen Job, mal ehrlich. 

#DailyThoughts - No. 3

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